Es kann schwierig sein bewusst und ökologisch zu sein, besonders wenn man alles, was man besitzt, in einer einzigen Tasche trägt. Es lässt sich sicher auch nicht alles umstellen oder optimal lösen. Manchmal können aber auch einfache alltägliche Dinge einen wichtigen Unterschied in dem Land das Du besuchst und es so auch für die Nachwelt als Reiseziel erhalten.

Lerne Nein zu sagen

„Bitte keine Plastiktüte“ oder „Keinen Strohalm bitte“ in der jeweiligen Landessprache zu sagen – Zwei kleine Sätze, die ganz einfach das für unsere Umwelt so schädliche Einwegplastik vermeiden. Es gibt immer noch viel zu viele Länder, die den Schaden den Plastik in der Natur verursacht noch nicht begriffen haben. Umso wichtiger ist es dort als gutes Beispiel voran zu gehen.

TIPP: Auch ein „Hallo“ und „Danke“ sind kleine Worte die in der Landessprache eine große Wirkung haben.

Nutze eine nachfüllbare Tinkflasche

Probiere dies auch in Ländern, in denen Du kein Wasser aus dem Wasserhahn trinken solltest. Such dir dort z.B. im Hostel, einem Restaurant, Café oder einer Tankstelle eine Wasser-Auffüllstation. Dabei kannst du selbst entscheiden ob du lieber eine Glas-, Edelstahl oder faltbare Silikon-Flasche nutzt.

Kaufe lokal ein.

Frisches Obst und Gemüse an kleinen Ständen statt in großen Supermärkten. Gleiches gilt für Souvenirs. Kauf sie bei lokalen Künstlern und Handwerkern. Mit etwas Glück wirst Du auch ein besseres Angebot bekommen. Unterstützen immer lokale Unternehmen, wo auch immer auf der Welt Du dich befindest.

Nimm eine Stoff- oder Mehrwegtasche mit.

Damit kannst du einfach alles transportieren und du kannst sie gleich als Alternative zur oft üblichen Plastiktüte in Läden anbieten.

Probiere einen umweltfreundlichen Transport.

Nimm öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Schiff (aber keine Kreuzfahrt machen ;). Oder setz deine Muskelkraft ein und wandere einige Strecken, fahre Rad oder nutze Ridesharing/Mitfahrgelegenheit und Hitchhike sofern dies im Reiseland sicher ist.

Wenn sich Fliegen nicht vermeiden lässt

buche möglichst einen Nonstop-Flug, anstatt mehrere Flüge zu nehmen, um die Menge der CO2-Emissionen zu reduzieren und bleibe möglichst lange vor Ort damit es sich auch wirklich lohnt. Überlege auch ob du deinen Flug ansonsten kompensieren möchtest. Das kannst du u.a. über Organisationen wie myclimate oder atmosfair tun.

Spare Papier

in dem du Flyer und Karten nur anschaust und entweder wieder zurück gibst oder dich anschließend im Internet weiter informierst. Karten kannst du dir auch offline und kostenlos mit der App Maps.Me herunterladen – so kannst du auch ohne Internet und ohne Karte aus Papier überall navigieren.

Übernimm Verantwortung für Tiere.

Ob es um Souvenirs wie Krokodil-Ledertaschen, getrocknete Seesterne, Tier-Belustigungen wie trainierte Äffchen, gefangene Wale und Delfine oder sogar (wahrscheinlich betäubte) Tiger streicheln, geht – denke nicht nur an dich und dein schönes Foto, sondern achte darauf dass auch mit Tieren respektvoll umgegangen und eine möglichst natürliche Haltung umgesetzt wird. Gleiches gilt natürlich für die Pflanzenwelt. Achte darauf keine Pflanzen-Krankheiten zu verbreiten oder gar Ökosysteme wie Korallenriffe nicht zu zerstören. Einen ausführlichen Artikel mit alternativen zu Tier-Attraktionen findest du bei Travelprinzess.

TIPP: Sonnencreme schadet Korallen!

Spare Energie und Wasser

indem du einfach Licht, Klimaanlage / Heizgeräte und Standby-Geräte ausschaltest, wenn Du nicht da bist bzw. sie nicht brauchst. Die Klimaanlage von 20 auf 18 Graf zu stellen, spart 3-5 % Energie. Spare außerdem Wasser durch kurze Duschen oder eine romantische Dusche zu Zweit! Gewöhne es dir am besten gleich Zuhause an und setzt diese gute Angewohnheit einfach auf Reisen fort. Häufig findet man auch in Hotels die kleinen Schildchen die einen auffordern Handtücher mehrfach zu nutzen. Komm dieser Bitte gern nach. So sparst du Wasser und chemische Reinigungsmittel in deiner Destination.

Weniger ist mehr

Versuche möglichst wenig Gepäck mit zu nehmen. Das erleichtert nicht nur das Tragen, sondern spart auch beim Transport im Auto oder Flugzeug ganz einfach CO2. Und am Ende der Reise hast du auch noch weniger zu waschen.

Weniger isst mehr

Ebenso wie das Gepäck spart auch deine Ernährung CO2 ein, in dem du ganz oder zum Teil auf Fleisch verzichtest.

Weitergeben statt wegwerfen

Ob beim Roadtrip, wo beispielsweise eine Packung Nudeln übrig bleibt oder beim Backpacking im Hostel. Das gilt natürlich nicht nur für Lebensmittel sondern auch Alltagsgegenstände wie Wattestäbchen oder Camping-Utensilien, die man nicht mehr benötigt. Schaue nach ob dein Fahrzeugvermieter oder deine Unterkunft eine „For Free“ Ecke anbietet und stell dort die Dinge hin, die für andere noch nützlich und genießbar sind, anstatt sie zu entsorgen.

„Take only Photos, leave only Footprints“

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber denk daran keinen Müll in der Natur zu lassen. Falls dir eine Dose oder Plastiktüte begegnet, trau dich sie einzusammeln, auch wenn sie nicht von dir stammt. Vielleicht hast du auch Lust bei einem CleanUp mit zu machen? Eine großartige Möglichkeit Land und vor allem neue Leute kennen zu lernen.

TIPP: 13 Tipps für einen Müllfreien Urlaub

Nimm dir Zeit und reise langsam

Je länger du an einem Ort bleibst desto besser lernst du ihn und die dort lebenden Menschen kennen.
Gleichzeitig sparst du CO2 ein, wenn du weniger Transportmittel nutzt. Genieße lieber deine Reise-Erlebnisse und halte sie in deinem Reisetagebuch fest.

Sei die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst

Mahatma Gandhi

Es sind oft kleine Dinge, die du jeden Tag zuhause und auf deinen Reisen tun kannst – mit großer Wirkung. Danke, dass du Verantwortung für eine gute Zukunft übernimmst!

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